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Suomi? Finnland!
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Es war ein Abenteuer - 10 Monate Studium in Finnland. Aus dem Abenteuer
wurde eine starke Beziehung, die bis heute anhält. Und das liegt vor allem
an einer einzigartigen Natur, liebevollen und ein wenig verrückten Menschen
und einer unbeschreiblichen Magie, die man einfach selbst erleben muss...
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Internationalität
Finnland liegt im äussersten Nordosten Europas, umgeben von Russland, Norwegen
und Schweden - und zu einem grossen Teil der Ostsee. Mit ca. 5 Millionen Einwohnern
gehört es nicht gerade zu den bevölkerungsreichsten Ländern der Welt und auch sonst
fällt dieses Land eher nicht gross auf. Obwohl sich dies immer mehr ändert: In
der Politik gelten die Finnen als grossen Diplomaten, im Sport stellen sie
erfolgreiche Wintersportler und Rennfahrer und selbst finnische Musik findet
inzwischen immer mal wieder den Weg in die kontinentalen Charts.
Diese Abgeschiedenheit prägt vor allem die Menschen und die Kultur in Finnland.
Die Finnen gelten als genügsam, zurückhaltend. Sie erwarten nicht, dass sie im
Ausland wahrgenommen werden - ebenso wenig, wie sie erwarten, dass Ausländer nach
Finnland kommen. Und kommen diese doch, dann werden sie meist zuvorkommend - wie
Gäste eben - behandelt. Finnen reden nicht viel - ausser unter Alkoholeinfluss -
aber man sagt, sie können in vielen Sprachen schweigen. Und das ist gar nicht so
abwegig: Von Haus aus zweisprachig (Finnisch und Schwedisch) fällt es ihnen leicht,
neben Englisch auch noch zwei bis drei weitere Sprachen zu lernen. Neben Deutsch,
Französisch und Spanisch können das auch "Exoten" wie Japanisch oder Chinesisch sein.
Überhaupt ist Finnland eigentlich ziemlich international ausgerichtet - gebt es
doch im eigenen Land ausser Wald, Wasser und vielen klugen Ideen nicht viel
Zukunft. So ziemlich jeder Finne geht im Rahmen seiner Ausbildung oder seines
Studiums mindestens einmal ins Ausland. Und dabei beschränken sie sich durchaus
nicht nur auf Europa oder die USA.
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Land und Landschaft
Das Leben in Finnland konzentriert sich zum grössten Teil auf den Süden - allein
in Helsinkier Umgebung lebt mit einer Million Menschen gut ein fünftel der gesamten
Bevölkerung. Auch die nächstgrösseren Städte Turku und Tampere sind nicht weit
von Helsinki entfernt.
Doch das heisst nicht, dass es kein Leben weiter nördlich gibt. Ganz im Gegenteil:
Die Westküste glänzt mit kleinen Perlen wie der Jazzstadt Pori oder dem Städtchen
Oulu, dass sich in den letzten Jahren als Brutstätte technologischen Fortschritts
etabliert hat. Ostfinnland dagegen bezaubert immer wieder Einheimische und Touristen
aus aller Welt mit seinen riesigen Waldgebieten und den unzählbar vielen Seen, die
geradezu zu einem Segeltörn einladen - spätestens bei der tiefstehenden
orange bis roten Abendsonne sieht sich jeder Zuschauer im Banne tiefster Magie.
Der wohl geheimnisvollste Teil Finnlands umfasst fast die Hälte der Fläche des
Landes: Lappland! Nördlich seiner Hauptstadt Rovaniemi beginnt die Gegend
der Mitternachtssonne sowie im Winter der ewigen Nacht. Nur wenige kleine
Siedlungen unterbrechen die lichten Nadelwälder und die weite Tundra.
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Seenlandschaft in Ostfinnland
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Sonnenuntergang in Karelien
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Technologie
Traditionell lebte Finnland schon immer von seinen natürlichen Rohstoffen:
Holz und Wasser. Heutzutage könnte damit keine Volkswirtschaft mehr überleben,
das Holz wird inzwischen sogar aus den Weiten Sibiriens importiert.
Und dennoch haben es Firmen aus der Holzindustrie geschafft, sich
international einen Namen zu machen. Das trifft für Papierlieferanten wie UPM
Kymmene genauso zu wie auf grosse Technologiemarken wie z.B. Nokia. Letztere
hat sich tatsächlich vom Holz über die Gummi- und Kabelproduktion zum weltweit
führenden Hersteller von Telekommunikationsequipment hochgearbeitet. Auf der
Erfolgswelle der Telekommunikation schwimmen aber auch die Netzbetreiber Sonera
oder Elisa Communications - beide etablieren finnisches Know-How und innovative
Ideen vor allem im Mobilfunk und auch Internetbereich.
Nicht zu vergessen natürlich die Tüftler und deren Ideen: Das inzwischen
weltweit verbreitete Betriebssystem Linux ist ebenso eine finnische Entwicklung
wie der Chatstandard IRC (Internet Relay Chat)!
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dbtl - Down by the laituri
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Parties und Studentenleben
Sei es wegen des langen, dunklen und kühlen Winters, sei es wegen der sonst
so zurückhaltenden Art der Finnen oder der Abgeschiedenheit vom "Kontinent" -
die Finnen nutzen jede Gelegenheit, um sich zu treffen und zusammen zu feiern.
Von vielen traditionsreichen Festen ist der Ursprung längst unbekannt, viele
Parties gerade von Studenten brauchen keinen Anlass mehr. Und Parties heisst in
Finnland meist mit viel Alkohol und heisser Sauna viele Hemmungen fallen und
jegliche Zurückhaltung vergessen zu lassen.
Sehr wichtig ist den Finnen dabei die Musik - und das vor allem in ihrer eigenen
von aussen fast als unbegreifbar empfundenen Sprache. Der Stil variiert dabei
von traditioneller Volksmusik über Rock und Pop bis hin zu den vermutlich nicht
mehr klassifizierbaren Leningrad Cowboys. Und gerade die finnischen Studenten
schaffen es, aus Tradition Kult zu schaffen - praktischen Kult zudem: Nicht nur
zu Beginn des Semesters, sondern wo immer sich Studenten unterschiedlicher
Fachbereiche oder Universitäten treffen, ist dies an ihren "Uniformen" auch nach
Aussen sofort erkennbar: Die vielfarbigen Partyoveralls, die zum einen Einheit
und Zusammengehörigkeit demonstrieren, durch viele Aufnäher und Anhängsel aber
auch zu einem einzigartigen Kunstwerk werden.
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Vappu in Turku
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Nationale Feiertage und Festivitäten
Zu den wichtigsten Ereignissen und Festivals zählen neben den unzählbaren
Studentenparties vor allem die Nacht der Künste ("Taiteiden yö") in Helsinki,
Pori Jazz, das Opernfestival in Savonlinna und das Stadtfest "Down by the laituri"
in Turku. Besonders im Sommer - meist um Mittsommer ("Juhannus") herum - finden
sich neben unzähligen finnischen Bands auch immer wieder hochkarätige internationale
Acts auf finnischen Rock- und Popfestivals ein.
Überhaupt gilt "Juhannus" als nationaler Feiertag - Nationalfeiertag dagegen
ist der 6. Dezember, der Unabhängigkeitstag. An besagtem Tag im Jahre 1917
gelang es nämlich den Finnen, nach Jahrhunderten wechselseitiger Beherrschung
durch Schweden und Russen endlich ein eigenes unabhängiges Finnland zu gründen.
Als weiterer landesweiter Feiertag gilt neben einigen christlichen und othodoxen
Feiertagen der 1. Mai - "Vappu", der sowohl als Tag der Arbeiter als auch der
Studenten fast wie Karneval gefeiert wird.
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Deutsch-Finnische Beziehung
Von Deutschland aus erreicht man Finnland am schnellsten mit dem Flugzeug
- Finnair fliegt von verschiedenen deutschen Flughäfen aus nach Helsinki,
von wo aus Anschlussflüge ins ganze Land gehen. Alternativ sind auch Flüge
über Stockholm möglich.
Etwas länger, dafür aber durchaus komfortabler ist die Reise mit der Fähre.
Während die Finnjet in den Sommermonaten von Rostock aus hauptsächlich dem
Massentransport dient, schwören Finnland-Fans auf die Frachtschiffe von
Finncarriers ab Lübeck. Wer die lange Autofahrt durch Schweden nicht scheut,
kann sich auch zuerst von Lübeck, Rostock oder Sassnitz nach Trelleborg
übersetzen lassen und von Stockholm aus mit den luxuriösen Fährschiffen
nach Turku oder Helsinki weiterfahren.
Leider kann man nicht alle seine Zeit in Finnland verbringen, aber auch in
Deutschland gibt es viele Finnland-Freunde - und diese trifft man am besten
in der Deutsch-Finnischen Gesellschaft. Hier finden sich in Deutschland lebende
Finnen genauso wie Deutsche, die auf unterschiedlichste Art mit Finnland in
Beziehung stehen. Und spätestens beim gemeinsamen Juhannus-Grillen kommt auch
in Deutschland finnische Athmosphäre auf...
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Silja Europa
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Weiterführende Informationen zu Finnland und
der Deutsch-Finnischen Gesellschaft
» Virtuelles Finnland
» DFG Münster e.V.
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